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Aktuelles

DBV: Milchbauern werden auf dem Weg in den Markt bestraft

DBV - Derzeit bereiten sich die Milchbauern auf den im nächsten Frühjahr fälligen Ausstieg aus der europäischen Milchquotenregelung vor. „Dazu gehört auch, auf eine steigende internationale Nachfrage nach deutschen Milchprodukten mit einer entsprechenden Mengenerzeugung zu reagieren“, erklärt der Vizepräsident und Milchpräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Udo Folgart. „Daher war absehbar, dass wir auch in 2013/14 die Quotenvorgaben reißen und mit einer anachronistischen Superabgabe belegt werden.

Verärgert zeigte sich Folgart deshalb über die Entscheidungslosigkeit in Brüssel im Hinblick auf eine Absenkung der Superabgabe. „Zu einer sanften Landung, wie sie die EU-Kommission für die Abschaffung der Milchquote angekündigt hat, gehören auch sanfte Übergänge“, so Folgart.

Das Milchquotenjahr 2013/14 endete für die deutschen Milchbauern wiederum mit einer Strafzahlung an Brüssel in Höhe von insgesamt 163 Millionen Euro. Demnach haben die Milcherzeuger 0,588 Millionen Tonnen Milch über die erlaubte nationale Garantiemenge hinaus erzeugt. Jedes zu viel gelieferte Kilogramm Milch wird nach der Bundessaldierung mit einer Abgabe von maximal 12,69 Cent bestraft.

Der DBV geht davon aus, dass alle EU-Länder zusammengenommen für das letzte und diesjährige Milchquotenjahr bis zu einer Milliarde Euro aufgrund des alten Milchquotenrechts und der damit fälligen Superabgabe nach Brüssel überweisen müssen. Dieses Geld muss im Milchsektor zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Milchbauern verbleiben, forderte der DBV-Milchpräsident.